Comenius Reggio Emilia 2015

Eindrücke von Viktoria Borz

Nachdem wir am Montag den ganzen Tag mit dem Zug unterwegs waren, war ich heilfroh als wir endlich in Reggio Emilia ankamen und von unseren Gastfamilien herzlich aufgenommen wurden! Meine Gastschwester & Mutter nahmen mich also in ihr ca. 10 min vom Bahnhof entferntes Haus mit. Dort wurden wir von deren Hund Balu freudig bellend empfangen. Ihr Vater stieß ca. eine halbe Stunde später dazu, und wie es sich nun mal gehört in Italien, gab es zum Abendessen Spaghetti! :) Nachdem wir gegessen hatten war es schon fast halb zehn - da bin ich nach so einem langen Tag erschöpft ins Bett gefallen und sofort eingeschlafen.Doch am nächsten Tag begann der Tag wieder sehr früh, um 6:15 wurde ich von Donatella geweckt. Nach einem typisch italienischen Frühstück fuhren wir also zur Schule. Für uns stand am Vormittagsprogramm Zumba - also Sport. Was ich etwas belustigend fand, war die Einhaltung der Stundenzeit. Als die Schulglocke um 8:00 läutete, waren zwar alle da - sogar die Lehrerin - der Unterricht begann trotzdem erst um 8:50, das war auch am Donnerstag nicht anders. Nunja, nachdem der Vormittag geschafft war und wir einen kurzen Lunch hatten, führten uns die ital. Schülerinnen in die Stadt, wo sie uns Gebäude wie z.B. das Theater oder das Museum zeigten. Nach ca. einer Stunde Freizeit konnten wir noch etwas mit unseren Gastschwestern alleine machen. Am Abend desselben Tages durfte ich auch noch die restliche Familie von Donatella kennenlernen: Ihre zwei Schwestern, Valentina & Elena, Elenas Sohn Salvatore, die festen Freunde der zwei und ihre Großeltern. Zum Abendessen gab es Pizza - wieder genauso gut wie am Vortag. Nach dem Essen unterhielten wir uns noch - besser gesagt wollten sie alles von Österreich erfahren! :D Um ca. 22:00 fuhren dann alle nach Hause bzw. gingen wir ins Bett. Am Mittwoch stand eine Stadtbesichtigung von Verona bzw. eine Fahrt zum Gardasee an. Nach Verona fuhren wir ca. 2h mit dem Bus. Dort wurden wir in die Gruppen "Teachers" - "Foreign students" und "Italian people" eingeteilt. Die einzelnen Gruppen bekamen dann von lokalen Schülern eine Führung. Es war sehr interessant, wenn auch etwas lang, und wir haben sehr viele schöne Dinge wie z.B. das Haus von Julia (Romeo&Julia) bzw. das Theater / Arena der Stadt. Während einer Mittagspause konnten wir uns auch den dortigen Markt ansehen. Nach dieser Tour fuhren wir mit dem Bus ca. eine halbe Stunde zum Gardasee, wo wir die Wahl hatten uns eine Burg anzusehen oder einfach herumzuschlendern. Claudia, meine Mitschülerin, und ich entschieden uns dafür - das herrliche Seepanorama zu genießen. Einige Stunden bzw. eine Busfahrt später kamen wir ca. um 20:00 bei der Schule an. Zu Hause aßen wir Carbonara. Als ich am Abend im Bett lag war ich heilfroh das wir am nächsten Tag längen schlafen konnten - zumindest ein wenig. Donnerstag begann um 7:00 der Tag für uns. Um ca. 8:30 waren wir in der Schule wo wir ca. 1h GSP auf Italienisch hatten. Ich war heilfroh als wir in einen kleinen Hörsaal gerufen wurden. Dort mussten wir unsere Arbeiten zum Thema "Hopes or Fears" präsentieren. Nach anfänglicher Nervosität ging es dann ganz gut und unsere Geschichte schien ganz gut anzukommen. Nachdem alle Länder fertig waren, bekam jeder eine Urkunde und ein großes Schokoei als Geschenk. Einen Stock tiefer war schon ein riesiges Mittags-Buffet aufgebaut worden - welches wir im Anschluss auch genossen. Den Nachmittag konnten wir frei mit unseren Gastschwestern gestalten. So fuhren wir in einen Park wo wir einige Freunde von ihr trafen. Sie waren alle super nett und wir hatten bei Spielen wie Fußball & ähnlichem sehr viel Spaß. Zum Abschluss holten wir uns noch ein Eis - super lecker. Der Abend war nochmal sehr lustig, da ja Vatertag war, kam wieder die ganze Familie! Zum Essen gab es Lasagne und Tiramisu! Danach versuchten sie mir diverse ital. Wörter sagen - bzw. fanden es lustig wenn ich eins nicht ganz betonen konnte. Ich ließ sie dann an "Oachkatzlschwoaf" scheitern! ;D Es war also ein gelungener Abend - und somit auch der Letzte. Freitag konnten wir ausschlafen - um 9:00 wurde ich dann doch geweckt. Ich packte dann meine sieben Sachen zusammen und um 10:15 fuhren wir zum Bahnhof. Nach Anfangsbedenken durch Verspätung des Zuges ging dann doch alles glatt und um 20:13 kamen wir todmüde in Wels an.

Es war eine gelungene Woche!

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